Biblische Spiritualität

Die Spiritualität des ersten Petrusbriefs Prof. A. Wypadlo
Petrus © Sr. Elisabeth Bäbler

Gläubige aller christlicher Konfessionen sehen sich in der Gegenwart oftmals mit einer diasporalen Minderheitensituation konfrontiert. Manchmal kommen sie sich vor, wie „Fremde in der Gesellschaft“. Diese Selbstwahrnehnung kann aber auch als Einladung verstanden werden, sich intensiver mit der eigenen christlichen Berufung auseinander zu setzen. Genau das ist das Thema des frühchristlichen Hirtenschreibens, den wir den „Ersten Petrusbrief“ nennen. Hier werden Christen und Christinnen als „Fremde und Beisassen“ in dieser Welt verstanden, die aber als solche eingeladen sind, positiv in die Gesellschaft auszustrahlen und gerade hier und heute vor der Aufgabe stehen, in den „Fußspuren Christi“ (vgl. 1 Petr 2,21) zu wandeln.

Diese Veranstaltung setzt es sich zur Aufgabe, diesen theologischen Ansatz des Ersten Petrusbriefes zu erschließen und nach Anknüpfungspunkten für die Gegenwart zu suchen

Der Referent:

Adrian Wypadlo, 1970 in Gleiwitz (Schlesien) geboren, studierte Katholische Theologie in Paderborn, Tübingen und Frankfurt a. M. Im Jahr 2013 wurde er auf den renommierten Lehrstuhl für Exegese des Neuen Testaments an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster berufen, wo er seitdem zur gesamten thematischen Breite des Neuen Testaments in unterschiedlichsten Veranstaltungsformaten lehrt. Seine Forschungsschwerpunkte sind – neben dem Markusevangelium und den Schriften des Völkerapostels Paulus – der Erste Petrusbrief und der Jakobusbrief.

Anmeldung: über den Link oder über info(at)eremitage-franziskus.de